Achtsam im Hier und Jetzt

Immer mehr Menschen wünschen sich Entschleunigung, Stressreduktion und bewusstere Lebensführung im beruflichen und privaten Alltag. Unser Weg, den Einklang von Körper, Geist und Seele zu unterstützen und damit die Selbstfürsorge und Gesunderhaltung zu fördern, ist eine achtsamere Gestaltung des Lebens.

Die Praxis der Achtsamkeit ist als ein Übungsweg anzusehen, der die Schulung der Wahrnehmung im Moment in den Mittelpunkt stellt. Der amerikanische Meditationslehrer und Arzt Jon Kabat-Zinn, der einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat, die Achtsamkeit in die westliche Kultur und in therapeutische Anwendungen zu bringen, hat sie so definiert: „Achtsamkeit ist das Gewahrsein, das entsteht, wenn wir die Aufmerksamkeit in den gegenwärtigen Moment bringen.“ Achtsam für unsere Erfahrungen im Hier und Jetzt zu sein und ganz bewusst wahrzunehmen, was gerade passiert – ganz offen, neugierig, nicht bewertend– , vermittelt innere Ruhe und Klarheit.

Es geht darum, zu erkennen, dass neben unzähligen Gedanken, Emotionen, Erinnerungen noch etwas existiert, was als unsere eigentliche Individualität, unser eigentliches Wesen zu beschreiben ist. So lässt sich sagen, dass der Pfad der Achtsamkeit ein Weg sein kann, welcher uns zu unserem innersten Sein führt und durch den wir die Möglichkeit bekommen, zum Beobachter dessen zu werden, was im Alltag rasch über uns Kontrolle gewinnt. Wir treten einen Schritt zurück und  erhalten somit die Freiheit, unsere Gedanken und unser Verhalten bewusster zu lenken. Dies stellt eine wichtige Voraussetzung dafür dar, mit uns selbst und unserer Lebensgestaltung einen gesunden Umgang zu erlernen. 

Ein tragender Gedanke der Achtsamkeitspraxis ist, auf dem Weg zu sich selbst zu sein und die dabei entstehende Gelassenheit mitzunehmen in die Gestaltung des Alltags und der sozialen Beziehungen.